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Erythema multiforme major

ORPHA:502499· ICD-10 L51.8

Definition

Eine seltene Hauterkrankung, die typischerweise durch schießscheibenförmige Papeln mit 3 Ringen konzentrischer Farbvariation (dunkles Zentrum, umgeben von einem helleren rosa Ring und einem äußeren roten Ring) gekennzeichnet ist, die symmetrisch auf den Streckseiten der Extremitäten verteilt sind, oder diffuser sind, begleitet von 2 oder mehr Schleimhautbeteiligungen (Erosionen der Mund-, Genital- und Analschleimhaut, Bindehautentzündung, Pseudomembranen). Die Erkrankung geht in der Regel mit Prodromalsymptomen wie Unwohlsein, Fieber und Myalgien einher und ist in der Regel selbstlimitierend, d. h. sie klingt innerhalb weniger Wochen ab; es besteht jedoch die Gefahr eines Rückfalls. Die Krankheit wird meist durch infektiöse Erreger (Herpesviren, Mykoplasma pneumoniae) ausgelöst, eine Untergruppe von Patienten hat jedoch Autoantikörper, die gegen Plakine gerichtet sind. In seltenen Fällen sind schwere Schleimhautreaktionen beschrieben worden.

Erkrankungsalter
All ages