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Osteoradionekrose der Mandibula

ORPHA:521127· ICD-10 K10.2· Osteoradionecrosis of the mandible

Definition

Die Osteoradionekrose der Mandibula ist eine seltene Störung des Unterkiefersknochens nach Behandlung mit hochenergetischer Strahlung. Typische klinische Merkmale sind freiliegender Kieferknochen, der über einen Zeitraum von drei Monaten nicht heilt, ohne Anzeichen eines persistierenden oder rezidivierenden Tumors. Die Patienten präsentieren sich mit Schmerzen, Dysästhesie, Dysgeusie, Fetor oris, Trismus, Ulzeration oder Nekrose der Schleimhaut mit freiliegendem nekrotischem Knochen und lokaler Eiterbildung. Komplikationen sind pathologische Frakturen, intra- oder extraorale Fistelbildung und Infektionen. Die MRT zeigt eine Zerstörung der Kortikalis, ein abnormes Knochenmarkssignal und eine unregelmäßige Kontrastmittelanreicherung.