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Leseepilepsie

ORPHA:166433· ICD-10 G40.5· Epilepsy with reading-induced seizures

Definition

Eine seltene Reflexepilepsie, die durch leseinduzierte Anfälle gekennzeichnet ist, die in den meisten Fällen mit einem Myoklonus im Gesichts-/Kieferbereich auftreten, der sich möglicherweise auf die oberen Gliedmaßen ausdehnt, sich aber auch als Legasthenie oder Alexie und visuelle Symptome manifestieren kann. Bei beiden Varianten kann es zu sekundären generalisierten tonisch-klonischen Anfällen kommen, wenn der Stimulus nicht unterbrochen wird. Die Krankheit beginnt typischerweise im zweiten oder dritten Lebensjahrzehnt und kann autosomal-dominant vererbt werden. Sie nimmt in der Regel einen gutartigen Verlauf mit geringer Neigung zu spontanen Anfällen.

Prävalenz
<1 / 1 000 000
Erkrankungsalter
Adolescent, Adult